US-Justizminister: Professionalität des FBI nicht in Frage stellen

Washington (dpa) – Nach den Durchsuchungen der Bundespolizei FBI im Anwesen des Ex-Präsidenten Donald Trump hat US-Justizminister Merrick Garland davor gewarnt, die Professionalität seiner Mitarbeiter in Frage zu stellen. «Ich möchte mich zu den jüngsten unbegründeten Angriffen auf die Professionalität der Agenten und Staatsanwälte des FBI und des Justizministeriums äußern: Ich werde nicht tatenlos zusehen, wenn ihre Integrität zu Unrecht angegriffen wird», sagte er bei einer kurzfristig anberaumten öffentlichen Ansprache am Donnerstag in Washington.
Die Männer und Frauen des FBI und des Justizministeriums seien «engagierte patriotische Staatsdiener», die das amerikanische Volk jeden Tag aufs Neue vor Gewaltverbrechen, Terrorismus und anderen Bedrohungen schützten. «Sie tun dies unter großen persönlichen Opfern und Risiken für sich selbst», sagte Garland.
Nach der Trump-Razzia im US-Bundesstaat Florida am vergangenen Montag waren Mitarbeiter der Strafverfolgungsbehörden teils heftig kritisiert worden. Es wuchs auch die Sorge vor gewaltsamen Übergriffen. «Gewalt gegen Strafverfolgungsbehörden ist keine Lösung – egal, worüber oder auf wen jemand wütend ist», sagte FBI-Direktor Christopher Wray am Mittwoch in Omaha im US-Bundesstaat Nebraska.
Ein bewaffneter Mann versuchte am Donnerstag, in eine Außenstelle des FBI in Cincinnati im US-Bundesstaat Ohio einzudringen. Als die Polizei ihn zur Rede stellte, sei er geflohen, teilte das FBI mit. Zu den Motiven des Mannes war zunächst aber nichts bekannt.
