Ukraine: Evakuierungsbusse des Roten Kreuzes festgesetzt

Mariupol (dpa) – Mitarbeiter des Roten Kreuzes sollen am Montagabend von russischen Truppen in der ukrainischen Ortschaft Manhusch festgehalten worden sein. Das Team versuche seit Freitag, in die schwer umkämpfte Hafenstadt Mariupol zu gelangen, sagte die ukrainische Vize-Regierungschefin Iryna Wereschtschuk nach Angaben der Agentur «Ukrinform».
Es handle sich um sieben Busse, die Zivilisten entlang einer mit Russland vereinbarten Route aus Mariupol herausbringen sollten. «Busse sind in Mariupol nicht erlaubt. Die Menschen reisen nur mit ihren eigenen Autos», sagte Wereschtschuk. Trotzdem konnten am Montag Wereschtschuk zufolge 1553 Menschen die Stadt in privaten Autos verlassen. Insgesamt konnten sich am Montag demnach 3376 Menschen aus umkämpften Gebieten in der Ukraine in Sicherheit bringen. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig prüfen.
In der heftig umkämpften und größtenteils zerstörten Hafenstadt Mariupol halten sich nach Schätzungen des Bürgermeisters Wadym Bojtschenko noch etwa 130 000 Bewohner auf, wie die «Ukrajinska Prawda» berichtet. Vor dem Krieg lebten rund 440 000 Menschen in der strategisch wichtigen Industrie- und Hafenstadt am Asowschen Meer.
