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Aktuelles in der Woche – Dienstag, 8. Februar 2022

Ex-Bundestrainer zum Skisprung-Chaos: «Desaster für unsere Sportart»

Katharina Althaus aus Deutschland

Stuttgart/Zhangjiakou (dpa) – Der frühere Frauen-Bundestrainer Andi Bauer hat nach dem Anzug-Chaos im olympischen Skisprung-Mixed-Wettbewerb heftige Kritik am Internationalen Skiverband (Fis) geäußert. «Das ist ein Desaster für unsere Sportart», sagte das heutige Mitglied der Materialkommission und des Sprungkomitees der Fis in einem Interview der «Stuttgarter Zeitung» und «Stuttgarter Nachrichten» (Dienstag). Es seien vier Weltklasse-Athletinnen vor einem Millionenpublikum regelrecht vorgeführt worden. «So darf sich eine Sportart auf der weltgrößten Bühne des Sports nicht präsentieren. Das war ein Skandal», rügte Bauer die Verantwortlichen.

Im olympischen Mixed-Wettbewerb waren am Montag gleich fünf Springerinnen wegen eines nicht regelkonformen Anzugs disqualifiziert worden. Neben der Olympia-Zweiten im Einzel, Katharina Althaus aus Deutschland, hatte es auch die Japanerin Sara Takanashi, die Österreicherin Daniela Iraschko-Stolz sowie beide Norwegerinnen getroffen. «Weinend und völlig aufgelöst im Zielraum zu kauern – solche Bilder haben die Athletinnen nicht verdient. Und unsere Sportart auch nicht. Das war ein riesengroßer Imageverlust», befand Bauer.

Der 58-Jährige, der in seiner Zeit als Bundestrainer von 2011 bis 2021 mit den deutschen Skispringerinnen viele Triumphe gefeiert hatte, forderte nun Konsequenzen. «Wird die Messmethode verändert, muss man Teams und Trainer darüber vorher informieren. Wenn ich bei Olympischen Spielen so viele Athletinnen disqualifiziere und der Willkür aussetze, dann habe ich im Vorfeld meinen Job nicht richtig gemacht. In Zukunft darf so etwas nie wieder geschehen», sagte Bauer.

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