6. September 2020 – 30 Tote bei Kämpfen zwischen Zivilisten und Al-Shabaab in Somalia

Bei Kämpfen zwischen Dorfbewohnern und der Terrormiliz Al-Shabaab in Somalia sind rund 30 Menschen getötet worden. Darunter seien 16 Kämpfer der Terrorgruppe, sagte am Samstag Osman Isse Nur, ein Sprecher der örtlichen Behörde.

Demnach kämpften Bewohner des Dorfes Shabeelow in der Nähe der Stadt Galkayo im Zentrum des Landes am Freitag mehrere Stunden lang gegen Mitglieder von Al-Shabaab. Etliche Bewohner hätten sich selbst bewaffnet, um gegen die «Brutalität» der Terrogruppe zu kämpfen, sagte Abdi Siyad, ein Ältester im Dorf. Die Miliz habe die Bewohner der Region «unter Druck gesetzt», um ihre Waffen und ihr Vieh an die Gruppe abzugeben.

Seit Jahren kämpft Al-Shabaab in Somalia um die Vorherrschaft. Sie kontrollieren weite Gebiete des Südens und Zentrums des armen Landes am Horn von Afrika und verüben immer wieder Anschläge. In vielen Teilen des Landes hat die nationale Regierung wenig Kontrolle, Milizen und einfache Bürger kämpfen teilweise gegen Al-Shabaab. Eine Mission der Afrikanischen Union (AU) und das US-Militär unterstützen die somalischen Streitkräfte im Kampf gegen die Terrorgruppe.